Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Gynäkomastie nach 3-monatiger Einnahme von Enalapril
Beidseitige Gynäkomastie
Anamnese: 64-jähriger Patient mit renalem Hypertonus, Vorhofflattern, euthyreoter Struma und Ig-A- Nephritis.
Medikation: Enalapril (Pres®), Levothyroxin-Natrium (L-Thyroxin®), Flecainidazetat (Tambocor®).
Verlauf: Wegen eines renalen Hypertonus wurde Enalapril verordnet. Nach 3 Monaten fiel dem Patienten eine beidseitige Gynäkomastie auf. Nach Absetzen bildete sich die Schwellung der linken Brustdrüse zurück. Die Schwellung der rechten Brustdrüse zeigte einen Monat später nur eine geringe Rückbildungstendenz.
Bewertung: Arzneimittel sind häufige Auslöser der Gynäkomastie. Oft genannt werden Säureblocker und Aldosteronantagonisten. Für Enalapril wird die Entwicklung einer Gynäkomastie beschrieben. Diese kann sich nach Absetzen über Monate zurückbilden. Es kommt nicht immer zu einer vollständigen Rückbildung.
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