Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Krampfanfall unter Cytarabin und Tioguanin
Ischämischer Insult und Krampfanfall unter Cytarabin und Tioguanin bei AML (in Remission)
Die AML-Patientin ist unter Cytarabin (systemisch) und Tioguanin in Remission. Jetzt erfolgt stationäre Aufnahme wegen eines Erereignisses eines zerebralene Kranpfanfalles. Im MRT Hinweise auf rezidivierende ischämische Ereignisse, keinen Hinweis auf Meningeosis oder anderen Fokus als Krampfauslöser.
Für Tioguanin sind keine derartigen Nebenwirkungen berichtet. Cytarabin hat bei intrathekaler Gabe in Studien bei bis zu 7% der Patienten Krampfanfälle induziert. Hierbei ist zu bedenken, dass diese Patienten eine Meningeosis lymphomatosa aufwiesen und lokal wesentlich höhere Dosen erhielten als bei der systemischen Therapie.
Meiner Einschätzung nach ist der Krampfanfall wahrscheinlicher auf den frischen ischämischen Insult zurückzuführen. Sollten sich aus klinischer Sicht jedoch weitere Hinweise finden, dass es sich doch um eine medikamentöse Nebenwirkungen handelt, möchten wir Sie bitten uns dies auf dem beigefügten UAW-Meldebogen zu dokumentieren. Wir werden diese dann erneut recherchieren und an die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärztschaft (AKDÄ) weiterleiten.
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